Warum fleischersatz

Der nachfolgende Text stammt von der Webseite ‚www.flexitarier.nl‘.

Warum sollte ich weniger Fleisch essen? 

Wenn alle Niederländer an zwei Tagen pro Woche statt Fleisch pflanzliche Fleischersatzprodukte essen würden, dann würde jedes Jahr dieselbe CO2-Menge eingespart, die 570.000 PKW verbrauchen. Außerdem wäre es besser für die Gesundheit, die Umwelt, die Natur und das Wohl der Tiere.

Ein Flexitarier isst an einem oder an mehreren Tagen pro Woche kein Fleisch. An diesen Tagen sollten vorzugsweise pflanzliche Alternativen konsumiert werden. Das ist:

• besser für die Gesundheit – geringeres Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen, Krebs, Übergewicht und Diabetes.

• besser für Umwelt und Natur – geringerer Ausstoß von Treibhausgasen, weniger Abholzung, mehr natürlicher Lebensraum, weniger Energie- und Wasserverbrauch und geringerer Düngerüberschuss.

• besser für das Wohl der Tiere – mehr Platz für Tiere, weniger Tierkrankheiten und weniger Tierelend.

CO2 FootprintMindestens zwei Erdkugeln

2050 werden voraussichtlich 9 Milliarden Menschen auf der Erde leben. Die Bevölkerung in armen Ländern wird zudem reicher sein als heute und sich mehr Fleisch leisten können. Wenn immer mehr Menschen nach westlichen Maßstäben Fleisch essen, würden wir 2050 mindestens zwei Erdkugeln benötigen, um den Bedarf zu decken!

Wussten Sie schon, dass…

• die weltweite Viehhaltung 12 % des weltweiten Ausstoßes an Treibhausgasen erzeugt?

• die weltweite Viehhaltung mit 30 % zum weltweiten Aussterben von Tier- und Pflanzenarten auf dem Land beiträgt?

• die Produktion von 1 kg niederländischem Rindfleisch dem CO2-Ausstoß von 169 Autokilometern entspricht? Und dass für die Produktion von 1 kg niederländischem Rindfleisch eine Fläche benötigt wird, die einem großen Garten (47 m²) entspricht? Bei einem Kilo brasilianischem Rindfleisch sind es sogar 289 m².

• mit der jährlichen Mistmenge des gesamten Viehbestands in den Niederlanden alle niederländischen Gärten mit einer 2,5 m hohen Düngerschicht versehen werden könnten?

• für die Produktion des in den Niederlanden verzehrten Fleisches dreizehn Mal mehr Wasser benötigt wird als alle niederländischen Haushalte im Jahr verbrauchen?

• der Verzehr von großen Mengen an rotem Fleisch und verarbeitetem Fleisch zu einem beträchtlich höheren Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen führt? Das Risiko für die Entstehung von Herzkrankheiten wie z.B. Herzinfarkte ist bei männlichen Vegetariern um 37 % niedriger als bei männlichen Nichtvegetariern.

• Untersuchungen gezeigt haben, dass der Verzehr von großen Mengen an rotem Fleisch ein signifikant höheres Krebsrisiko für Darm, Speiseröhre, Bauchspeicheldrüse, Leber, Lunge, Rachenhöhle und Prostata darstellt? Der Verzehr von großen Mengen an verarbeitetem Fleisch führt zu einem höheren Risiko für Darm-, Lungen-, Prostata- und Blasenkrebs. Bei Vegetariern liegt das Krebsrisiko 40 % niedriger als bei Menschen, die Fleisch essen.

• in den Niederlanden 70 % mehr tierisches Fett gegessen wird als gesund wäre und dass rund 50 % mehr Eiweiß gegessen wird als nötig? Und dass außerdem wissenschaftlich bewiesen ist, dass ein Zusammenhang zwischen Übergewicht und dem Verzehr von großen Mengen Fleisch besteht?

• in den letzten 15 Jahren Millionen kranke Tiere notgeschlachtet wurden? Q-Fieber: 62.500 Ziegen; Vogelgrippe: 30 Millionen Hühner; MKS: 270.000 Kühe, Schafe und Ziegen; Schweinepest: 11 Millionen Schweine; BSE: 6.500 Kühe.

• es immer mehr Tierkrankheiten gibt, die auch bei Menschen zu Gesundheitsproblemen führen? Beispiele sind Vogelgrippe, Q-Fieber, BSE und die antibiotikaresistenten Bakterien MRSA und ESBL, die auch Menschen resistent gegen Antibiotika machen können.

• in der Bio-Industrie der Mangel an Platz und Ablenkung zu Langeweile und Stress bei Tieren führt? Viele Tiere werden in ihrem natürlichen Verhalten stark eingeschränkt.

Genügend Gründe also, Flexitarier oder Vegetarier zu werden!